Schritt für Schritt

Strahlender Sonnenschein, die Blätter sind verfärbt, die Luft rein und klar … der Herbst zeigt sich von seiner besten Seite, also raus in den Wald. Ja, ich bin um 5 aufgestanden, war schon @work und bin eigentlich supermüde, aber eine grosse Portion Sauerstoff ist sicher genau das richtige … ausserdem sagt mein Handy ich muss 10.000 Schritte machen … deines auch oder. Lauf los 😉

Es ist wirklich erstaunlich. Egal ob 5 Minuten oder 3 Stunden zu Fuß gehen macht glücklich. Egal ob allein oder in der Gruppe, bei Regen oder Sonne, im Wald oder auf der Straße – gehen hilft. Ich hab dazu gerade eine spannende Studie gelesen. Laut Psychologen fühle man sich schon nach ein paar Minuten besser. Egal, wo, wann und warum man einen Fuß vor den anderen setzt. Beim Laufen, Radfahren oder Wandern lässt man den Alltag hinter sich und baut Stress ab. Wer regelmäßig raus geht, soll sich so sogar vor Depressionen und Angstzuständen schützen können. Die Bewegung sorgt für biochemische Veränderungen in Körper und Gehirn, die das Wohlbefinden fördern. Bewegungsforscher gehen aber davon aus, dass auch psychologische Faktoren eine Rolle spielen: der Aufenthalt im Freien, der Kontakt mit Menschen, die Zufriedenheit, wenn man ein selbst gestecktes Ziel erreicht hat, und nicht zuletzt die Erwartungshaltung, dass die körperliche Aktivität einem guttut.
Lustig ist, dass es anscheinend völlig wurscht ist, wie weit wir gehen. Es reichen, ein paar Schritte zu machen, und die Laune steigt. Das legen zumindest zwei Experimente mit hunderten Studenten nahe. Im ersten spazierte ein Teil der Probanden zwölf Minuten über den Campus, eine andere Gruppe absolvierte dasselbe Programm in den wenig ansprechenden Gängen der Universität. Vordergründig ging es um die Auswirkung der Umgebung auf die Stimmung. Beide waren nach der kurzen Tour besser gelaunt, voller Elan, aufmerksamer und selbstbewusster als zuvor. Bei der sitzenden Vergleichsgruppe hatte sich gar nichts getan.
Dann haben die Forscher die Studenten in einen Trainingsraum gesperrt. Drei Gruppen haben fast identische Anweisungen bekommen: Alle sollten sich ein zehnminütiges Video anschauen, die erste sitzend dabei auf einem Laufband, die zweite stand darauf, und die Teilnehmer der dritten Gruppe gingen auf dem Trainingsgerät. Und tatsächlich hatte sich nur bei der letzten am Ende die Stimmung verbessert.
Fazit: Egal wo, egal wie lange, egal mit wem … Schritt für Schritt ins Glück …

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