Malmö ist ein gaaanz harter Brocken … 

4 Mädels, 1 Stadt, 1534 Geschäfte, 5475 Umkleidekabinen, 48 Stunden rumlaufen, 37 Sackerl zu schleppen … Powershopping in Kopenhagen kann mit Crossfit durchaus mithalten. Wir können nicht mehr … und beschließen einen Trip nach Malmö. 

Denn 3 von 4 waren noch nie in Schweden. Also ab Richtung Flughafen. Von dort erreicht man in nur 15 Minuten per Bahn über die Öresund-Brücke die drittgrösste Stadt Schwedens. Allein die Fahrt über das Meer ist ein Erlebnis. Die Ernüchterung erfolgt beim Verlassen der Central Station. Laut Reiseführer ist Malmö die kleine Schwester von Kopenhagen. Unser erster Eindruck: Malmö ist die verstossene Cousine. Zwischen hübschen Altbauten, furchtbare Bausünden. In der Fußgängerzone jede Menge Ramsch. Der Wind pfeift uns um die Ohren, die Sonne steht ungünstig tief und blendet, es ist saukault … und vor allem ist es hier ganz und gar nicht so schön wie Kopenhagen. Was stimmt ist, dass in Malmö alles (abgesehen vom Alkohol) eine Spur günstiger ist. Wir treffen eine Österreicherin, die mit ihrer Family hier lebt. Carola erzählt, im Sommer ist Malmö eine junge, freundliche, bunte Universitätsstadt mit vielen schönen, blonden Menschen und auch schönen Ecken in der Altstadt. Lässig, entspannt, gemütlich. Auch in Malmö gibt es ein ehemaliges Hafengelände, das zu einem Vorzeige-Wohngebiet umgestaltet wurde, mit dem einzigen Hochhaus der Stadt, dem beindruckenden „Turning Torso“. Der schaut so aus, wie er heisst und ist nicht zu übersehen. Trotzdem, wir sind noch nicht überzeugt, dafür hungrig. Carola führt ins Restaurant Smak (Geschmack), das zur Kunsthalle gehört. Ein köstliches, traditionell schwedisches Mittagsmenü versöhnt uns. Salatbüffet, gebackener Hering mit Lauch und Karotten, dazu wärmender Tee um läppische 120 Kronen (12 Euro). In Kopenhagen hätten wir 3 mal so viel gezahlt. Noch dazu ist die Rita Ackermann Ausstellung gratis zu sehen. Beim 2. Bummel durch die Stadt (Es dämmert weil 14 Uhr) zeigt sich Malmö von seiner besseren Seite. Wir entdecken hübsche kleine Boutiquen, viel Vintage und schwedisches Design. Wer sich in Kopenhagen in den Nordic Chic verliebt hat, wird auch an Schwedens Südspitze fündig. Fika-Päuschen nennen die Schweden übrigens ihre Kaffeepause. Die hätten wir dringend nötig, denn im Schnitt bringen wir es auf 12 Kilometer pro Tag, d.h. wir verbrennen neben zu viel Kohle (OMG) auch hunderte Kalorien, fahren dann aber doch lieber wieder nach Hause in unser Kopenhagen. Malmö war ganz ok, aber die dänische Hauptstadt ist einfach unschlagbar. 

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