Yoga auf der Rolle

Faszientraining ist ja wohl voll hipp. Mittlerweile gibt es die bunten Schaumstoffrollen sogar beim Diskonter im Supermarkt. Macht Sinn denn nach neueren Forschungen spielen die Faszien eine viel größere Rolle, als ihnen jahrzehntelang unterstellt wurde. Sie sind ganz aktiv an all unseren Bewegungen beteiligt und verleihen unserem Körper Stärke und Stabilität. Heisst, Faszientraining sollte neben dem normalen Kraft- und/oder Ausdauertraining ein elementarer Bestandteil unserer körperlichen Fitness sein.

Na dann, los geht’s. Faszien kann man auf unterschiedlichste Arten trainieren. Auch im Yoga gibt es einen Stil, der speziell auf die Faszien ausgelegt ist: Yin-Yoga. Barbara von Poweryoga Vienna erklärt, bei diesem eher ruhigen Yogastil werden die einzelnen Körperpartien in verschiedenen Yogaposen über mehrere Minuten gedehnt. In dieser Zeit wird das Bindegewebe an den entsprechenden Stellen zusammengepresst bzw. lang gezogen, so dass die Bindegewebsflüssigkeit in den Zellen bewegt wird. Durch Yin Yoga wird also unser gesamtes Fasziennetz inkl. Gewebsflüssigkeit belebt, eingelagerte Schlacken lösen sich und werden abtransportiert. Detox pur! Ruhig, langsam, extrem entspannend, aber auch echt anstrengend, denn Barbara stoppt pro Asana 5 Minuten. Und Übungen wie den herabschauenden Hund, die Vorbeuge oder den Schwan über mehrere Minuten „nur“ zu halten, ist eine echte Herausforderung. Fünf Minuten können unglaublich lang sein! Nach 60 Minuten YinYoga geh ich topmotiviert nach Hause, um noch mehr über Faszienyoga rauszufinden und stosse auf Yin Yoga mit Black Roll. Wenn ihr noch keine Black Roll habt, dann holt euch eine! Besonders nach dem Lauftraining habe ich sie schon ganz häufig in meine Dehnungsphase eingebaut, um die Muskulatur nach dem Laufen zu lockern und das Bindegewebe ordentlich durchzukneten. Die Kombination von Yin Yoga und Faszienrolle, geht noch eine Spur weiter bzw. tiefer! Hier meine 4 Lieblingsübungen.

Urdhva Mukha Shvanasana – der heraufschauender Hund öffnet den Brustkorb, dehnt die Schultern, kräftigt die Bauch- und Beinmuskulatur, macht den gesamten Rücken beweglicher, wirkt sich positiv auf das Lungenvolumen aus und hebt die Stimmung. Mit der Faszienrolle wird noch dazu die Unterseite der Oberschenkel entspannt.

Navasana – das Boot auf der Faszienrolle ist eine besondere Herausforderung. Denn neben der extremen Beansprochung der Bauchmuskeln heisst es die Balance zu halten. 5 Minuten – keine Chance. 30 Sekunden halten … Hammer.

Halasana – der Pflug dehnt den ganzen Körper, vor allem die Wirbelsäule, Schultern und Beine. Umkehrhaltungen sind nicht nur gut für Kopf und Rücken, sondern auch für eine größere Harmonie von Geist und Körper.

Chaturanga Dandasana – Brettstellung mit gebeugten Armen. Ein Kraftakt zum Schluss. Diese Asana kräftigt Armen und Beinen, stärkt die Bauchmuskulatur und kräftigt die Handgelenke.

Nach einer Einheit „Rollyoga“ fühlt sich der ganze Körper angenehm an warm und gut durchblutet. Und man wird so richtig schläfrig. Morgens Power- oder Bikramyoga und abends eine Runde Yin-Faszienyoga. Perfekt! „Namasté“

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