Pink, scharf und gesund

Wow, das schmeckt. Radieschen aufgeschnitten zu Salat oder am Brot habt ihr fix schon gegessen. Aber mit Honig-Zitronen Marinade aus dem Rohr wahrscheinlich nicht. Absolut easy  zu machen und eine Geschmacksexplosion im Mund!

Botanisch gesehen gehören die kleinen roten Knollen zur Familie der Kreuzblütengewächse, zu denen auch Rettich zählt. Radieschen enthalten hochwirksame Senföle und viele Vitamine. Doch vor allem schmecken sie knackig-lecker. Enthalten sind Senföle, die das Radieschen scharf machen. Allyl-Senföl, Raphanol, Glukaraphain und das Senföl-Glykosid sind hochwirksame Pflanzenstoffe. Sie können Bakterien und Pilze abtöten, vor allem im Magen und Darm. Wer Radieschen isst, schützt damit direkt seine Verdauungsorgane. Studien geben außerdem Hinweise darauf, dass Senföle gegen Krebszellen wirksam sein könnten. Kleine Radieschen sind übrigens schärfer als große, enthalten also anteilig mehr von den hochwirksamen Ölen. Je röter das Radieschen, desto mehr Vitamin C liefert es. Hundert Gramm Radieschen enthalten rund 50 Milligramm Vitamin C, das wiederum wichtig ist für das Immunsystem und die Zellen vor schädlichen Einflüssen schützt. Das Spurenelement Selen gilt als eines der wichtigsten Antioxidantien und als Anti-Aging-Hilfe. Auch im Zusammenhang mit Krebs wird Selen als Schutzfaktor diskutiert. Folsäure bzw. das B-Vitamin ist wichtig für die Blutbildung und die Funktion von Schleimhäuten. Das enthaltene Eisen ist nicht nur unverzichtbar für die Blutbildung, sondern auch für die Energieversorgung der Zellen. Zusätzlich steht Eisenmangel in Zusammenhang mit depressiven Verstimmungen. Und auch Phosphor steckt in Radieschen. Phosphor sorgt neben Kalzium für stabile Knochen und ist unersetzlich für den ständigen Aufbau der Zellmembran. Daneben haben Radieschen weitere positive Effekte auf die Gesundheit und Figur: Sie sind echte Schlankmacher, hundert Gramm enthalten nur 14 Kalorien. Darüber hinaus haben die Senföle die Eigenschaft, Fett zu binden, so dass es den Körper unverwertet wieder verlässt – wie das manche Schlankheitspillen versprechen. Die ätherischen Öle regen den Gallenfluss an und unterstützen die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit. Radieschen senken den Cholesterinspiegel.  Zusätzlich wirken sie entwässernd, was erhöhten Blutdruck mildern kann.
Genügend Argumente? Na dann!

Man braucht:
2 Bund Radieschen
1 Prise Meersalz
1 Zitrone
Olivenöl
1 EL Honig

So geht’s:
Radieschen vom Blattgrün befreien (Nicht wegwerfen, das enthält sogar noch mehr Vitamine aus die Knollen selbst!) und halbieren. Auf mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit Olivenöl beträufeln, salzen. Saft einer Zitrone mit Honig vermischen und über den Radieschen verteilen. Bei 200 Grad etwa 20 Minuten ins Rohr. (Ich hab Paprika dazu geschmissen, weil ich die gegrillt liebe!) Besonders gut schmecken die gegrillten Radieschen zu Eisbergsalat, gemischt mit dem Blattgrün. Mmmmmmmmmm ….

2 Gedanken zu „Pink, scharf und gesund

  1. Super Idee! Ich kenne Radieschen eigentlich nur roh, und dann finde ich sie fast etwas zu scharf.

    Bleiben die Vitamine denn erhalten, wenn man die Radieschen in den Ofen schiebt? Oft zerstört die Hitze ja einiges…

    Liebe Grüße!

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