Genuss nach Lutz

Sonntag ist Genusstag, denn Genuss hält gesund. Genießen zu können und sich Zeit für Genuss zu nehmen, erhöht die Lebensqualität und macht einfach glücklich. Manchmal stecken wir so im Hamsterrad, dass wir die schönsten Momente verpassen, weil wir an Vergangenes oder Zukünftiges denken und vergessen den Moment – das Jetzt – zu genießen. 

Die gute Nachricht ist, Genuss kann man lernen. Im Genusstraining nach Psychologen Rainer Lutz werden die 5 Sinne Riechen, Schmecken, Tasten, Sehen und Hören wiederentdeckt und es wird geübt, Genussmomente in den Alltag zu integrieren. Genusstraining wird bei Burnout oder Depressionen eingesetzt. Aber auch für „gesunde“ Menschen macht es Sinn, das Genießen zu üben und sich Zeit für die eigenen Bedürfnisse zu nehmen. Gerade an so einem verregneten Wochenende tut es so gut sich selbst voll bewusst zu verwöhnen und das Ganze zu genießen. Schon die kleinen Dinge zählen, der erste Schluck Kaffee, die heiße Dusche nach einer Sporteinheit, meine Frühstücksbowl mit Mango und Melone, die Vorfreude auf „Masters of Dirt“ mit meinem Junior, …. Ich könnte die Liste endlos fortsetzen. Volle Aufmerksamkeit auf das Positive und sich nicht ablenken lassen. Verliert man sich in der Gedankenspirale ist der potentielle Genussmoment oft schon vorbei. Nach Rainer Lutz gibt es 7 Regeln, die den Genuss erst möglich machen:

Regel 1: Genuss braucht Zeit.
Genuss hat mit Entspannung zu tun und funktioniert nicht von einer Sekunde auf die andere. Um genießen zu können, muss man sich Pausen schaffen und bewusst Zeit für persönliche Genussmoment nehmen. Diese Pausen müssen nicht lange sein – oft reichen schon 5 Minuten, um sich eine Portion Entspannung zu verschaffen.

Regel 2: Genuss muss erlaubt sein.
Nicht jeder Mensch hat gelernt, genießen zu dürfen. Wer in einem Umfeld aufwächst oder aufgewachsen ist, wo Leistungsdruck herrscht und Genuss ein Tabu ist, muss erst lernen, dass er genießen darf. 

Regel 3: Genuss geht nicht nebenbei. Genuss braucht nicht nur Zeit. Genuss braucht auch volle Aufmerksamkeit. Konzentriert euch für einige Minuten nur darauf, den Duft von frisch gebrühten Kaffee zu atmen oder den Geschmack eines Stückes Obst auf der Zunge. 

Regel 4: Wissen, was einem gut tut.  Jeder Mensch hat seine ganz eigenen Vorlieben. Für den einen ist es sonntags lang zu schlafen, für den anderen ist es, sonntags in aller Früh joggen zu gehen. Findet eure persönlichen Vorlieben und lebt Sie aus, egal was die anderen sagen. 

Regel 5: Weniger ist mehr. 
Vieles können wir erst schätzen, wenn wir es nicht jeden Tag haben. Wenn Ihr jeden Nachmittag ein Stück Torte esst, ist es lange nicht so etwas Besonderes, als wenn ihr das nur an einem Tag in der Woche als Belohnung nach dem Besuch des Fitnessstudios tut. Gönnt euch jeden Tag mindestens einen Genussmoment, aber achtet darauf, dass das Genussmittel etwas Einzigartiges bleiben. 

Regel 6: Ohne Erfahrung kein Genuss. Werdet  Spezialisten in einem Gebiet, das Genuss bereitet. Sei es Kaffee rösten, Tee aufbrühen oder Curry kochen. Denn Genuss hat immer auch etwas mit Erfahrung zu tun: Je genauer ihr zwischen unterschiedlichen Sinneseindrücken differenzieren könnt, desto eher wisst ihr was ihr braucht, um Genuss zu verspüren.

Regel 7: Genuss ist alltäglich.
Wartet mit dem Genießen nicht, bis ihr Urlaub habt oder ihr befördert werdet. Plant das Genießen in den Alltag ein. Jede Minute zählt und bringt so viel!

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