Fliegt der frühe Vogel höher?

Vielleicht liegt es an meinem Job. Vielleicht bedingt mein Biorythmus auch meinen Job. Ich hüpfe aus dem Bett und lege los. Okay, nach einer Tasse Kaffee. In Weckerwochen schon vor 4 Uhr 5-10 Minuten Yoga und gleich nach dem Wecker eine Sporteinheit. Zu Mittag bin ich fertig und genieße mein Brunch und den restlichen Tag. Aber ist das schlau?

Morgens oder abends? Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für effektives Training. Prinzipiell bestimmt ja unsere biologische Uhr, was unser Körper und Geist wann machen. Der Schlafrhythmus, die Leistungsfähigkeit, die Körpertemperatur und die Durchblutung hängen vom Biorhythmus ab. Nachts lässt unsere innere Uhr den Blutdruck sinken, nach dem Aufstehen steigt die Leistungskurve, damit wir gleich mal viel schaffen. Dann folgt das Mittagstief, erst gegen 16 Uhr steigt die Produktivität bei den meisten. Bei mir nicht! Stehe ich um 3:45 auf, bin ich um 17 Uhr streichfähig. Aber so unterschiedlich sind wir eben. Will man abnehmen sollte man übrigens morgens Sport machen, und zwar vor dem Frühstück. Da sind die Kohlenhydratspeicher noch leer, die Fettreserven müssen als Energiequelle für den Körper herhalten und schmelzen dahin. Wenn ihr jetzt denkt, ja eh schön, aber morgens muss ich Jause machen und die Arbeit und das geht sich alles nicht aus. Vielleicht seid ihr ja Nachmittagssportler. Am späteren Nachmittag steigt die Leistungskurve wieder und auch der frühe Abend eignet hervorragend für eine Trainingseinheit. Blutdruck und Lungenfunktion sind in Höchstform und die Muskeln rezeptiv für Reize. Ausdauertraining am Abend bringt’s, wenn ihr eure Leistung steigern wollt und kann auch entspannend wirken. Aber nicht zu lange! Nach 21 Uhr beginnt der Körper aber langsam mit der Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen sollte man sein Workout beenden. Wer zu spät trainiert, bringt den Kreislauf wieder in Schwung und kann Schlafstörungen bekommen. Ihr seht, eigentlich kann man nichts falsch machen, Hauptsache man hört auf seinen Körper und bewegt sich, wenn es sich gut anfühlt.

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