Retox statt Detox

Erkenntnis 1: Mit gebrochenem Zeh ist nicht hoch hüpfen
Erkenntnis 2: Wer verzichtet muss sich auch was gönnen
Erkenntnis 3: Die Sonne scheint, das Leben ist schön und dieses Buch mag ich

Seit fast einem halben Jahr ziehe ich mein Programm basierend auf 3 Säulen durch.
Ernährung: Kein Weizen, kein Fleisch, keine Milchprodukte, kein raffinierter Zucker
Sport: Ich radle, laufe und integriere Bewegung jeden Tag in meinen Alltag.
Yoga: Zwischen 15 und 90 Minuten Sessions täglich zum runterkommen, Kraft tanken (und aufbauen) und vor allem für die Seele.
Ich ziehe das durch, weil es mir gut tut, aber manchmal ist es auch anstrengend. Am fünften Tag hintereinander, an dem ich um 3:45 aufgestanden bin, fällt es auch mir schwer mich zu motivieren. Genau da setzt Retox an. Der Grundgedanke: Wer viel Sport macht und bewusst gesund isst, soll sich nach dem Training auch mal ein Glas Wein oder eine Pizza gönnen. Retox ist kein Gegenmodell zu Detox. Es ist die Erweiterung. Losgetreten hat die Bewegung die US-amerikanische Yogalehrerin Lauren Imparato. Sie hat im Februar das Buch „Retox“ veröffentlicht. Auf den Begriff kam sie in der Zeit, als sie noch an der New Yorker Börse arbeitete. Sonntags hätte sie mit ihren Freunden jeweils ausgiebige Champangerbrunchs abgehalten. Doch weil sie „täglich Sport mache“, sei sie vorher noch joggen gegangen zur Gewissensberuhigung. Das hat sie so bis zu einem Ermüdungsbruch durchgezogen. Erst dann hat sie einen Schlussstrich gezogen, mit Yoga-Sessions begonnen und auch sich selbst nicht zu quälen, sondern ihr Leben mit Genuss anzugehen. Ich mag die Idee. Am Ende des Tages geht es doch darum, die Balance zu finden. Nur verzichten kann nicht glücklich machen. Alles Extreme ist ungesund. Ein zu tiefer Körperfettanteil kann genauso gefährlich sein wie ein zu hoher. Ich bin für eine 80/20-Regel. 80 Prozent Disziplin und 20 Prozent Spaß. Retox als Antwort auf Orthorexie, Tracking-Apps und Fitnessmodels. Es gibt auch ein Leben abseits von Kalorienzählen und Bauchmuskel-Selfies posten. Was am meisten krank macht, sind negative soziale Vergleiche. Ein gutes Gegenmittel dazu ist abzuschalten und einfach miteinander und vor allem mit sich selbst zu sein. 3 Kilos weniger verändern dein Leben nicht, ein Lächeln auf den Lippen sehr wohl!

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