Semana Santa Trubel

Wahnsinn, was geht jetzt ab?!? Letzte Woche war ich allein am Strand. Diese Woche tummeln sich hier einheimische Familien, Obstverkäufer und Partyhorden. Es ist Semana Santa in Costa Rica und das heißt alle feiern, alle fahren an den Strand, niemand arbeitet und alles wird teurer. Ausgelassen, fröhlich, verrückt mitzuerleben.

Die Costaricaner feiern das für sie wichtigste, katholische Fest des Jahres. Die Städte sind seit heute Mittwoch bereits verwaist und die Strände und Dörfer mit Einheimischen überfüllt. Viele Ticos nutzen das Ende der Trockenzeit und die schulfreien Tage, um Ausflüge mit ihren Familien zu unternehmen, Angehörige am Land zu besuchen oder Sonne und Meer zu genießen. Lustigerweise spielt sich alles am Strand unter den Mangroven ab. In die Sonne oder ins Wasser geht kaum jemand. Die wenigsten Ticos können nämlich schwimmen. Im Mittelpunkt der Osterwoche stehen die Prozessionen. 80 % der costaricanischen Bevölkerung ist römisch katholisch. In der Hauptstadt San José, in Cartago, Heredia oder in der Provinz Guanacaste werden Umzüge veranstaltet und in farbenprächtigen Kostümen die Szenen rund um die Kreuzigung Jesu dargestellt. In den meisten Betrieben steht die Arbeit diese Woche still und Theateraufführungen, Meditationen, Kreuzgänge und Eucharistien gedenken dem letzten Abendmahl, des Martyriums und der Auferstehung Jesu am Ostersonntag. Dieser Tag bildet auch den Abschluss der Feierlichkeiten, der Ostermontag zählt nicht mehr zu den Feiertagen, sondern ist für die Ticos bereits der Beginn einer neuen Arbeitswoche. Die beiden höchsten Feiertage sind der Gründonnerstag und Karfreitag. Alle Banken, Institutionen, die meisten Geschäfte und Firmen sind ab morgen geschlossen. An diesen beiden Tagen ist auch der Verkauf von alkoholischen Getränken verboten. Angeblich werden in den Supermärkten die Spirituosenabteilung mit schwarzen Plastiksäcken verhängt, in den Bars ist der Ausschank von Alkohol verboten. Ich bin gespannt. Heute wurde schon ab 9 am Strand Bier getrunken. Und schon heute waren die Preise in den kleinen Soda’s plötzlich doppelt so hoch. Ein Teller des Nationalgerichts Casado (Reis, schwarze Bohnen, gebratene Kochbananen, Avocado, Salat und Fisch oder Fleisch) kostete letzte Woche nur 3000 Colones, jetzt aber 6000. (3000 = 5 Euro). Mir ist das wurscht, denn auf der benachbarten Finca Ana sind die Mangos reif. Mein Nachbar verfüttert alle, die ich nicht schaffe an seine Pferde. Aber Achtung, hat er gemeint, essen die Pferde zu viele Mangos kacken sie gelb. Darüber muss ich nachdenken! 😉

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