Angriff der Killerameisen

Na ja … fast. Die Apothekerin sagt, es war eine Spinne. Der Nachbar José tippt auf Ameisen. Fakt ist: Mein Arm ist entzündet und es tut weh!

Manchmal sagt einem das Schicksal echt unmissverständlich, wann es Zeit ist nach Hause zu fahren. Ich hatte schon ein Mietauto, das einfach nicht mehr anspringen wollte und Fledermäuse, die mir in der Nacht ins Gesicht gepinkelt haben. Diesmal meinen es die Insekten in Costa Rica nicht mehr gut mit mir. Und davon gibt es hier reichlich. Ca. 33.000 Arten nämlich! Ja, 99,9 Prozent sind ungefährlich. Trotzdem sind die Ameisen, Spinnen, Stinkwanzen und vor allem vielen Moskitos gerade zur beginnenden Regenzeit, unglaublich lästig. In Costa Rica fallen besonders Spinnen aus der Familie der Radnetzspinnen auf. Vogelspinnen gibt’s in vielen Arten, sie sind aber angeblich nur so giftig wie eine Wespe. Geißelspinnen, erinnern an Skorpione und haben weder Giftdrüsen noch Abwehrsekrete. Die meisten Skorpione in Mittelamerika sind nicht so giftig und aggressiv wie ihre Verwandten in Nordafrika und Asien. Trotzdem können sie schmerzhaft stechen. Weil sie sich bei Tageslicht gerne irgendwo verstecken, sollte man sich angewöhnen, seine Schuhe und Kleidung vor dem Anziehen zu inspizieren. Ich hatte mal 3 in der Dusche. Tausend- und Hundertfüßler gibt es mehr als bei uns in Europa. Eher selten indoor, denn da ist es ihnen zu trocken. Die Giftigkeit ist auch eher gering. Trotzdem sollte man sie nicht in die Hände nehmen. Am gemeinsten sind meiner Meinung nach die Ameisen. Sie machen sich über alles Essbare her und klettern im Garten, am Strand und im Wald die Beine hoch. Der Juckreiz, den die Viecher verursachen ist echt heftig und wenn man Pech hat, entzündet sich in der tropischen, feuchten Luft so eine Wunde und das tut dann richtig weh! Es gibt tatsächlich Schauermärchen über die Giftigkeit von Treiberameisen oder die berüchtigte Bullit-Ant, aber ich habe noch die von Ameisentoten gelesen … Termiten sind völlig ungiftig und dann gibt es noch Bienen und Wespen. Die fallen in Costa Rica niemals so störend auf wie zu Zeiten unserer sogenannten Wespenplagen in Europa. Mücken oder auch Kriebelmücken verursachen lästig juckende Stiche. Bei manchen Personen entzünden sie sich auch und nässen. Aber kein Vergleich zu unseren Gelsenplagen in Hochwasserzeiten an der Donau. Aber ja, die Mücken können Tropenkrankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber übertragen. Heuschrecken, Libellen, Zikaden, Schaben und Käfer sind schön anzusehen und harmlos. Soweit eine kleine Abhandlung zu 33.000 Insektenarten. Ich hoffe, ich hab euch jetzt nicht die Lust auf dieses grossartige Land verdorben. Gut ausgerüstet ist das alles halb so wild. Neben der Anti-Moskito-Creme unbedingt die Reiseapotheke gut ausrüsten. Die Einheimischen desinfizieren übrigens jeden Stich mit 80 prozentigen Alkohol. Nein, nicht oral!

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