Stand Up Glück

Sport bei 35 Grad? Ist Sport bei dieser Hitze überhaupt gesund? Sollte man nicht besser mal pausieren? Laut Sportmedizin: Nein. Eine Pause ist keine gute Idee, denn ein trainierter Freizeitsportler merkt schon nach einer Woche einen Leistungsrückgang. Weniger fitte Hobbysportler fangen nach drei, vier Wochen quasi wieder bei Null an. Und die totale Bewegungsabstinenz wegen Hitze sei noch dazu völlig überflüssig, wenn man das Training den Temperaturen anpasst.

Na dann: Ich verlege das Biken und Laufen in die Morgenstunden und meine Yoga-Einheit findet eben nicht im Hot-Bikram-Room, sondern am Stand Up-Paddle-Board statt. Überhaupt ist das SUP mein Lieblingsfittness-tool in diesem Sommer und zwar nicht nur als Balance-Board. Cardio, Krafttraining beim SUPEN ist alles inklusive. Mit jedem Paddelschlag im Stehen werden Schulter-, Rumpf-und Rückenmuskultur trainiert. Ein Hamburger Sportstudent hat im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit die kräftigende Wirkung von Stand Up Paddeln für die Bauch- und Rückenmuskulatur mit einem speziellen Rumpfmuskeltraining verglichen. Insgesamt haben 21 Personen an der Untersuchung teilgenommen. Elf Teilnehmer haben am Wasser zum gepaddelt, zehn im gleichen Zeitraum ein rumpfstabilisierendes Training im Fitnessstudio absolviert. Am Anfang der Studie wurden alle Probanden auf ihre Maximalkraft untersucht. Zu Beginn der Studie konnten keinen signifikanten Unterschiede der Rumpfmuskulatur-Maximalkraft zwischen den beiden Gruppen festgestellt werden. Aber dann mussten die beiden Gruppen ein achtwöchiges Training absolvieren. Die SUP-Teilnehmer gingen zweimal pro Woche jeweils 45 Minuten paddeln, die Kontrollgruppe absolvierte im gleichen Zeitrahmen ein Rumpf stärkendes Muskeltraining. Nach 8 Wochen wurde wieder gemessen. Bei der SUP-Gruppe fiel der Kraftzuwachs, deutlich größer aus als bei den Fitnesssportlern und zwar bei der kompletten Core-Muskulatur. Stand Up Paddeln ist also nicht nur ein neuer Wassersporttrend, sondern auch ein effizientes Training für die Rumpfmuskulatur. Denn neben dem Kraftzuwachs durch die Paddelschläge erfordert das wackelige Board eine Aktivierung und Mobilisierung der tieferen Muskelschichten, vergleichbar mit einem Workout auf einer Vibrationsplatte. Und das beste, sobald man ins Schwitzen kommt, geht es ab ins erfrischende Nass. Ich geh heute paddeln, und was macht ihr diesen Sommer?

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