Sandra radelt

Once in a lifetime kann man was total Verrücktes machen! Ich radle ab 31.7. mitten durch Österreich und moderiere dabei jeden Vormittag auf Ö3 … ja, vom Rad! Normalerweise spreche ich zu ganz Österreich. Im August spreche ich in ganz Österreich. Dabei geht es ganz und gar nicht um die sportliche Challenge. Brauch ich eine Stunde länger für eine Etappe völlig egal. Der Weg ist das Ziel. Die wunderschönen Orte, ich sehen und die Menschen, die ich treffe werde. Wie das funktioniert, wie ich auf die Idee gekommen bin, wo ich unterwegs sein werde. Katja vom tv media hat mich ausgefragt 😉

Sie schreibt: Nur wenige Wochen nach dem Finale der Österreich-Rundfahrt beginnt für eine begeisterte Sportlerin eine ganz besondere Radtour: die erste Radioshow am Rad. Ö3-Moderatorin Sandra König, tauscht für Sandra radelt (von 9.00 bis 12.00 Uhr im Hitradio Ö3) drei Wochen lang das klimatisierte Studio in Wien-Heiligenstadt gegen die Straßen des Landes, statt am Hightech-Pult sitzt sie am Fahrrad, mit Knopf im Ohr und Mikro um den Hals. Dass sie mit Veronika Kratochwil eine Ex-Olympia-Turmspringerin und mit Reinhard Appel einen Betreuer von Race-Around-Austria-Athleten im Dreier-Team hat, ist -laut König – reiner Zufall. Kratochwil gibt Tempo und Richtung vor, trägt die auf sechs Kilo geschrumpfte Sendetechnik am Rücken, kümmert sich um Social Media, und Technikchef Appel fährt in einer Art Safety Car hinten nach. Am 31. Juli geht’s los, die erste Etappe führt von der Festspielbühne in Bregenz über Dornbirn, Rankweil bis nach Bludenz. Die letzte Etappe, am 18. August, endet am Neusiedlersee in Rust. – Und dazwischen liegen Gerlospass, Arlberg, Zell am See, Schladming, Spital am Semmering und viele Stationen mehr.

TV-MEDIA: Zehn Jahre bei Ö3. Feiern Sie Ihr Jubiläum mit Sandra radelt?

 Sandra König: Ja, schon irgendwie. Ich bin zehn Jahre dabei, da kann man schon mal was Spannendes machen (lacht).

 TV-MEDIA: Wie kam’s dazu?

 König: Ich war letztes Jahr mit meiner Kollegin Gabi Hiller vom Ö3-Wecker-Team sehr oft am Samstag in der Früh Mountainbiken im Wienerwald. Ich musste immer als erste zurück, weil ich die Ö3-Wochenendplaylist moderiert hab. Beim Zurückfahren dachte ich laut: „Oh, ich mag noch weiterfahren. Es wär doch total cool, wenn ich vom Rad moderieren könnte.“ In unserem Studio hab ich mir dann die riesige Österreichkarte angeschaut und mir gedacht, wie schön es wäre, alles abzufahren und dabei zu moderieren.

 TV-MEDIA: Ganz schön viele Kilometer…

 König: Ja, zu Beginn wollte ich alle neun Bundesländer miteinbeziehen, aber 1.200 Kilometer waren mir dann doch ein bisschen zu viel. Und in drei Wochen geht sich das auch gar nicht aus. Dann hab ich das Konzept ein bisschen geändert und schließlich meinem Chef Georg Spatt geschickt. Das war an einem Sonntag, am Montag hat er geantwortet: „Das mach ma!“

 TV-MEDIA: Kamen dann Zweifel?

 König: Nein, überhaupt nicht. Ich wohne seit fünf Jahren in Klosterneuburg und habe vor fünf Jahren mit dem Mountainbiken angefangen. Ich fahr sicher zwei-, dreimal die Woche meine 15 bis 20 Kilometer durch den Wald.

 TV-MEDIA: Ich könnt mir vorstellen, dass das im Osten noch gut geht, aber Richtung Westen richtig anstrengend werden könnte…

 König: Ja, aber wir fangen ja im Westen an und radeln Richtung Osten. Ich bin wie ein Pferd, ich lauf nach Hause (lacht). Man hat einfach einen gewissen Zug nach Hause. Abgesehen davon möchte ich den Arlberg und Gerlos zuerst machen. Es muss am Anfang schwierig sein und dann flacher werden

 TV-MEDIA: Dann erübrigt sich die Frage nach dem Doping…

 König: Natürlich, nix wird gedopt. Kein E-Bike. Es ist ein ganz gewöhnliches Crossbike. Wir werden das sehr entspannt angehen.

 TV-MEDIA: Ein Sohn, eine Tochter, Ö3-Job, dreimal in der Woche Radfahren, täglich Yoga, gesunde, vegane Ernährung – und darüber schreiben Sie auch regelmäßig auf Ihrem Blog eatmovebreathe.at. Macht Sandra König auch irgendwann einmal gar nichts und langweilt sich ordentlich?

 König: Ich stehe um 3.45 Uhr auf, geh in die Arbeit, dann schau ich, dass ich Sport mache, weil ich muss ja auch was für mich machen, dann hole ich die Kinder von der Schule ab, wir unternehmen was und kochen, und dann ist Abend und ich fall um halb neun um und schlaf. Im letzten Sommer war’s dann so, dass mein Körper auf den Stress reagiert hat, ich hab überall rote Flecken bekommen. Die ganze Haut juckte und tat weh. Meine Hautärztin sagte, das kann jetzt dauern, und es gebe kein klassisches Heilmittel.

 TV-MEDIA: Ihr Körper hat rebelliert?

 König: Ja. Meine TCM-Ärztin riet mir, auf Weizen, Milchprodukte und Zucker zu verzichten. Und sie hat mir erklärt, dass man sich zwar zwölf Stunden auspowern kann, aber auch zwölf Stunden ruhen soll. – Ich war von zwölf Stunden Ruhe weit entfernt.

 TV-MEDIA: Was haben Sie verändert?

 König: Ich hab mir gesagt: „Stopp, reiß dich am Riemen und überleg dir, was du machen kannst!“ Und dann hab ich mit Yoga begonnen. Und weil ich halt immer alles sehr extrem mache, habe ich mit einer Yoga-Challenge begonnen, bei der ich 30 Tage lang jeden Tag Yoga gemacht habe.

 TV-MEDIA: So viel zum Th ema Nixtun…

 König: Der Punkt war, ich wollte was verändern. Und wenn du was verändern willst, dann musst du das 28 Tage hintereinander machen, dann erst verankert sich das.

 TV-MEDIA: Veränderungen können auch schmerzhaft sein. Sind Sie an Ihre Grenzen gestoßen?

 König: Ich musste mir abgewöhnen, streng zu sein. Ich versuche jetzt, bewusst zu genießen. Das hab ich früher viel zu selten gemacht.

 

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