Frühstücksmuffel am Rad?

Ich heisse Sandra, ich bin ein Frühstücksmuffel. Ich habe festgestellt, ich fühle mich am wohlsten in meiner Haut, wenn ich erst mittags zu essen beginne. Ihr kennt das vielleicht als 16/8 Ernährung. 16 Stunden Pause, 8 Stunden Essen. Ich esse zum ersten Mal, wenn ich wirklich hungrig bin. So ist mein Magen nicht den ganzen Tag über durch große Mahlzeiten und kleine Snacks dauergefüllt. Diese Intervallernährung hält laut Studien in Shape und jung und beugt chronischen Krankheiten wie Diabetes, Rheuma und Bluthochdruck vor. Ohne Frühstück fühle ich mich am besten – unter normalen Umständen – aber ab Montag radle ich 700 km, 12.500 Höhenmeter quer durchs Land.

„Sandra radelt“ vom Bodensee zum Neusiedlersee jeden Vormittag live auf Ö3. Los geht es um 9. Da frage ich mich schon, wie geht sich das mit meinen Ernährungsgewohnheiten aus (keine Milchprodukte, kein Fleisch, kein Weizen, kein raffinierter Zucker). Und kann ich Leistung bringen ohne zu Frühstücken. Prinzipiell habe ich ja keinen Zeitdruck, wie schnell ich radeln muss. Im Gegenteil. Es geht darum aus Österreich zu senden und nicht durchzurasen. Aber jeden Tag 50-80 km radfahren und dabei konzentriert moderieren, wird herausfordernd. Also wie ist das jetzt mit Sport ohne Frühstück. Ein umstrittendes Thema unter Sport- und Ernährungswissenschaftern. Die einen raten dazu vor dem Frühstück zu sporteln, weil dann der Fettstoffwechsel trainiert wird, andere halten den Frühsport mit leeren “Tanks“ sogar für gefährlich. Das Prinzip hinter dem Sport vor dem Frühstück ist eigentlich sehr einleuchtend. Da unser Körper sich nicht mehr Arbeit macht als unbedingt nötig, greift er unter Belastung bevorzugt auf schnell verfügbare Energiequellen zurück. Das sind die in den Glykogenspeichern eingelagerten Kohlenhydrate. Sind die Glykogenspeicher jedoch (weitgehend) leer, wie etwa nach einer Nacht, dann muss der Körper sich eben eine andere Versorgungsquelle suchen: die Fette. Wer also mit leeren Glykogenspeichern Sport treibt, trainiert in erster Linie seinen für Ausdauerleistungen so wichtigen Fettstoffwechsel. Eine Studie der University of Birmingham belegt das: Dabei ließen die Forscher 14 Probanden dreimal wöchentlich eine Stunde lang bei mittlerer Intensität Radfahren und zusätzlich nach einer 60-minütigen Unterbrechung noch einen Sprint absolvieren. Während sieben der Teilnehmer vor dem Training nach Belieben essen und trinken durften, mussten die anderen sieben die Sporteinheit nüchtern absolvieren. Das Ergebnis: Die Nüchternsportler waren zwar sowohl beim Radfahren als auch vor allem beim Sprint weniger leistungsfähig, sie verbrannten aber prozentual mehr Fett als die Kontrollgruppe. Nüchternsport ist also gut zum Abnehmen, aber wenn man Leistung bringen muss, sollte man 2 Stunden vor dem Sport essen. Denn mit der Zeit sinkt sonst der Blutzuckerspiegel und man verliert Konzentration und Power. Also Plan: Ich nehme mir meinen Lieblingsfrühstücksporridge mit. Der ist mit heißem Wasser schnell gemacht und zwischendurch gibt es, wenn mir die Power ausgeht, eine Banane. Die Strecke steht online, ihr dürft mir Bananen zuwerfen … aber keine Schalen auslegen. hihi. DANKE.

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