Von Feldkirch nach St. Anton am Arlberg

Tag 2 meiner „Sandra radelt“ Tour durch ganz Österreich war unfassbar … heiß. In Feldkirch durfte ich die heisseste Nacht, die jemals in Vorarlberg gemessen wurde miterleben. Danke an den Lieferanten, der unser Hotel um 4 Uhr 27 beliefert hat, ich wollte da eh nicht mehr schlafen … Eben wegen der extremen Hitze sind wir schon um 8 los aus Feldkirch raus, nach Frastanz, wo mich gleich mal als Begrüssung eine Wespe in den Hals gestochen hat. Blöd nur, dass ich auf Wespen und Bienen allergisch bin. Hilft nix, die Sendung läuft von 9 bis 12, also Anti-Histamine einwerfen und los geht es. Die Strecke geht in der Talsohle dahin auf der B 190, die Berge links und rechts werden höher, der Thermometer klettert nach oben. In Bludenz überrascht mich Ö3 Meteorologe Daniel Schrott mit der Information, dass ich mich jetzt gerade am heissesten Ort Österreichs befinde. 36 Grad! So ein Glück. Jaaaaaaaaaa. Aber selbst ein zweiter Wespenstich kann mich nicht aufhalten, heute Abend möchte ich den Arlbergpass überwinden, komme was wolle. Wobei in Bings sehe ich links einen hübschen Garten, ein Einfamilienhaus und davor ein Pool mit Flamingo. Da muss ich nach 3,5 Stunden am Bike und 30 Kilometern einfach rein. Gott sei dank, Christine ist eine superliebe Gsibergerin und lässt mich abtauchen. Wasser, kaltes klares Wasser. An einem Tag wie heute ein absoluter Hammer und superwichtig für meine Gesundheit. Forscher in Kalifornien haben untersucht, welche Wirkung es auf den Organismus hat, wenn man sich während des Trainings kühles Wasser über den Kopf schüttet. (oder in meinem Fall den Kopf unter Wasser taucht) Dazu wurden Herzfrequenz und Hauttemperatur von zehn gut trainierten männlichen Athleten beobachtet, die in vier verschiedenen Versuchen für 90 Minuten auf einem Laufband trainierten. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass es zwar nicht die Leistung steigert, doch das Training wird dadurch erheblich angenehmer. Die Personen aus dem Versuch berichteten, dass sich ihr Körper kühler anfühlte, Messungen zeigten eine niedrigere Herzfrequenz und Hauttemperatur. Auf starke Hitze reagiert der Körper mit eigenen Mechanismen zur Regulierung der Körpertemperatur. Über das Blut wird die Wärme zur Haut transportiert, um sie dort nach außen abzugeben. Deswegen steigen Herzfrequenz und Temperatur der Haut. Beim Schwitzen wird die Haut dann wieder abgekühlt. Bei diesem Prozess verliert der Körper Flüssigkeit – und die muss über das Trinken geeigneter Getränke wieder ausgeglichen werden. Auch können abkühlende Maßnahmen eine Überhitzung nicht verhindern. Bei Anzeichen wie ungewöhnliche Müdigkeit sollte man langsamer weiter macht oder eine kurze Pause einlegen. Meine Pause bei Christine war heute perfekt. Danke fürs Handtuch! Geradelt bin ich übrigens nur bis Klösterle. Der Arlbergpass ist für Radfahrer gesperrt, weil ja der Tunnel saniert wird und der gesamte Verkehr oben drüber muss. Aber ganz ehrlich, 47 Kilometer in den Beinen, 36 Grad im Schatten (Garmin zeigt 40!) … dann ist das halt so. Und morgen geht es weiter von St. Anton nach Ötz!

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