Von Hall in Tirol nach Gerlos

Tag 5: Das war heute ein absoluter Hammer. Von Hall, über Wattens, Schwaz, Jenbach, Fügen bis Zell am Ziller. Erst 66km durch das sonnige Inntal und durch das zauberhafte Zillertal … und dann nachdem die Sendung zu Ende war, hab ich meinen inneren Schweinehund besiegt und bin tatsächlich noch 17 km mit 700 Höhenmetern den Gerlospass raufgeradelt. Hätte ich nicht machen müssen, die Sendung war zu Ende. Bei „Sandra radelt“ geht es nicht um sportliche Leistung, sondern darum Österreich in den Ferien abzubilden und zu genießen. Aber heute habe ich mit meinen Mitradlern vom Tiroler K (http://www.tirolerk.at), die sich uns kurzerhand angeschlossen haben, ihn trotz 35 Grad im Schatten tatsächlich bezwungen. Die Ankunft bei Isi und Tina war überwältigend.

Sich in den Flow radeln … das geht so: Recherchiert man in der Fachliteratur und im Netz finden sich nur einige Annahmen wie ein Flow entsteht. Was jede Sportlerin und jeder Sportler konkret tun kann, um in den Flow zu gelangen, bleibt ein Mysterium. Beim genaueren Betrachten der Aussagen verschiedener Experten wird allerdings eine Struktur erkennbar.
Schritt 1: Die Tätigkeit muss Spaß machen, glücklich machen. Jeder von uns kennt dieses Gefühl von Flow aus verschiedensten Bereichen. Es erfolgt beim Ausüben einer Tätigkeit, in diese wir vollständig eintauchen. Der erste Schritt zum Flow führt also über den Spaß. Nur wenn ich Spaß an dieser Tätigkeit habe, kann ich in diesen unterbewussten Zustand kommen.
Schritt 2: Angst, Sorgen, Selbstzweifel und Langeweile eliminieren. Die Wissenschaft schreibt, dass Flow-Gefühl entsteht „jenseits von Angst oder Langeweile in scheinbarer Mühelosigkeit.“ Ein Athlet muss und darf Vertrauen in seine Fähigkeiten haben, um einen Flow erfahren zu können.
Schritt 3: Volle Konzentration. Ganz bezeichnend für Flow ist die auf eine bestimmte Aufgabe gerichtete absolute Konzentration. Bei dieser wird nichts von dem wahrgenommen, was um einen herum passiert. Diese Bündelung der Aufmerksamkeit erlaubt es, alltägliche Sorgen und störende Gedanken hinter sich zu lassen. Dadurch kann die Energie zielgerichtet für die sportliche Aktivität eingesetzt werden, was meist mit einer verbesserten Leistung einhergeht. Sobald die Aufmerksamkeit auf etwas außerhalb der Tätigkeit gelenkt wird, wird der Flow unterbrochen.
Schritt 4: Fähigkeit = Herausforderung. Dabei geht es um die Selbstsicherheit und die Zuversicht, die Herausforderung zu meistern. Der FLOW-Zustand kann im Sport nur dann entstehen, wenn die Fähigkeiten mit den Anforderungen übereinstimmen. Fühlt man sich unterfordert (Langeweile) hat man kein Ziel, keine Herausforderung, keine Kreativität und keine Begeisterung – somit keinen Flow.
Schritt 5: Den neuen Bewusstseinszustand muss man trainieren. Flow-Zustände können bei entsprechenden Bedingungen in hypnotische Trance übergehen. Manche Wissenschaftler verstehen den Flow selbst bereits als Trance. Letztendlich ist es nur ein anderer Bewusstseinszustand. Wir haben viele davon.
Schritt 6: Eine Grundvoraussetzung für den FLOW ist die intrinsische Motivation. Der Sport, den man ausübt, muss Freude machen und erfüllen. Mit externen Motiven erfolgt nur Mittelmäßigkeit.
Schritt 7: Klare Ziele. Je klarer und konkreter man seine Ziele in Bild, Ton und Gefühl hat, desto leichter gelangt man auch in diesen tollen Zustand.
Also, indem wir die Herausforderungen im Sport annehmen und die Reise zu unseren Zielen genießen, führt uns die intrinsischen Belohnungen automatisch in Richtung weiterer positiver Erfahrungen. Sucht euch eine Herausforderung, badet in euren
Zielen, entspannt euch täglich, tut euch gut von früh bis spät und genießt jede Sekunde deines Lebens. So kommt ihr in euren Flow. Ganz automatisch. Ich entspanne jetzt mal das ganze Wochenende in Gerlos und am Montag geht es so etwa um 8 bei den beeindruckenden Krimmler Wasserfällen weiter. Ich freu mich auf 2 geniale Wochen … vielleicht ja mit euch via Radio oder als Mitradler 😉

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