Von Mittersill nach Bruck

Tag 6: Nach einem relaxten Wochenende geht es heute weiter im Oberpinzgau. Frühmorgens um 7 starten wir in Gerlos bei 7 Grad, Nebel und Nieselregen. Start der Etappe ist Gott sei dank in Mittersill. Nach einem kurzen Warm up bei den Krimmler Wasserfällen, düsen wir das Salzachtal entlang. Links die Kitzbühler Alpen, rechts die Hohen Tauern. Mittlerweile hat es „warme“ 12 Grad. Wäre das kein Arbeits- sondern Urlaubstag, würde ich am Frühstücksbüffet warten bis es aufreißt. Ist es aber nicht, also treffen wir einen Salzburger Mitradler HP, der uns über den Tauernradweg Richtung Zell am See lotst. Wegen des vielen Regens führt die Salzach Hochwasser, von Muren ist der Pinzgau zum Glück verschont geblieben. Und das Hochwasser (das auch schon wieder runter geht) produziert in Piesendorf eine stehende Welle. 20 Surfer schmeissen sich non stop ins Wasser. Die Welle ist ca 1,5 Meter hoch, entsteht nur nach starken Regenperioden und ist ein absoluter Geheimtipp. Weiter geht es vorbei an der Burg Kaprun. Anhand der Araberdichte ganz leicht zu erkennen, wir nähern uns Zell am See. Erst 30 km geradelt, drehen wir noch eine Runde um den wunderschönen Zeller See. Der Nebel löst sich auf, das Kitzsteinhorn erscheint plötzlich über den Wolken. Es ist 12, die Sendung ist aus und der Sommer mit fast 30 Grad zurück. Kurz überlegt meine „Vorradlerin“ Veronika noch auf den Großglockner raufzuradeln, aber der heutige Nachmittag ist einfach perfekt um Sonne zu tanken. Also Pause im Sonnenschein und dann setzen wir uns an die morgige Etappe von Bruck an der Großglocknerstrasse bis nach Bischofshofen. Und um die wichtigsten Fragen zu beantworten, die mir immer wieder gestellt werden. 1. Nein, ich radle auf keinem E-Bike. Mein Rad ist ein „stinknormales“ Crossbike. 2. Wenn ich auf’s Klo muss, geh ich einfach. (Interessiert euch das echt.) Und nein, mir tut immer noch nichts weh. Kein Muskelkater, keine Ermüdungserscheinungen, sogar meinem Hintern geht es noch hervorragend. Ich glaub, es liegt ganz einfach daran, dass ich während der Sendung so konzentriert bin auf das was ich sehe, auf das was ich sagen will, auf die Musik, die Mitradler, die Geschichten, die auf der Straße vor mir liegen, das ich ganz nebenbei und automatisiert in die Pedale trete. Das ich eigentlich müde bin, merke ich erst am Nachmittag … also jetzt. Gute Nacht & bis morgen!

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