Von B’hofen nach Schladming

Tag 8: Habe ich gestern geschrieben, ich könnte ein halbes Pferd essen? Heute habe ich meinen inneren Schweinehund verputzt. Die Etappe von Bischofshofen, über Hüttau, Niedernfritz, Eben, Altenmarkt und Radstadt bis nach Schladming hatte es wirklich in sich. Erst die endlose Steigung durch Fritztaler Berge (Falls ihr Motorradfahrer seid. Da müsst ihr hin. Ja, nicht ungefährlich rechts der Fritzbach, links eine Felswand, aber eine geniale Kurve nach der anderen. Das macht sicher Mordslaune … wenn man ein motorisiertes Bike fährt!) und dann Gegenwind, das ganze Ennstal entlang. Der Arlbergpass war anstrengend (soweit wir fahren konnten), der Gerlospass höllisch, aber die Tour heute hat sich gezogen wie ein Strudelteig. ABER ein ganzer Haufen junger Leute hat mir gemailt, sie erwarten mich um 11 Uhr 45 in Schladming und diese Zieleinfahrt ins Planaistadion wollte ich auf keinen Fall verpassen. Also hab ich die Zähne zusammengebissen und von Radstadt bis Schladming so richtig Gas gegeben. Ihr kennt das vielleicht. Wenn man etwas wirklich will, dann kann der Glaube daran Berge versetzen. Meine Strategie den inneren Schweinehund keine Chance zu geben ist ganz einfach. Fast schon ein Ritual.
1. Ich lege mir meine Sportsachen immer am Vortag bereit. Auch heute habe ich mir schon ein Raddress rausgesucht, in das ich morgen früh nur reinspringen muss.
2. Ich setzte mir ein Ziel. Und zwar ein realistisches, dass ich auch wirklich erreichen kann. Heute wollte ich um 11:45 in Schladming sein. Das sind 48km. Kurz vor 9 sind wir in Bischofshofen kosgeradelt. Das klappt.
3. Ich lege meine Zwischenetappen fest. In Hüttau kurzer Stopp bei einen Schaubergwerk, in Altenmarkt beim Begegnungsbankerl und in Radstadt eine kurze Pause. Radstadt kommt ja auch von Rastat – was soviel wie rasten heisst.
4. Ich erstelle einen Zeitplan. Wie lange darf ich auf jedem Teilstück brauchen.
5. Freunde mitziehen. Ohne Veronika, die vor mir herfährt und Reinhard hinter mir im Begleitfahrzeug wäre die ganze „Sandra radelt“ Sendung nicht zu schaffen.
6. Ich verspreche mir eine Belohnung. Wenn wir rechtzeitig in Schladming sind, fahren wir noch rauf auf die Planai und genießen den Blick auf den Dachstein!
Geplant, gesagt, getan. CHECK

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