Von Schladming nach Liezen

Tag 9: Das war meine erste Etappe im Regen heute. Immerhin kein Gegenwind mehr im Ennstal, dafür erst Nieselregen und dann richtiger Regen. Aber wie heisst es so schön: Schlechtes Wetter formt den Charakter. Also Vollgas auf den 50km nach Liezen. Beim Frühstück werde ich mit Sojajoghurt und Quinoabrot überrascht, Toni aus der Ramsau bringt mir frische steirische Bauernkrapfen und eine ganze Kindergruppe aus Wörschach Bananen. Gott sei dank, die waren schon aus 😉 Liebe Menschen und lässige Musik … ich bin immer noch topmotiviert am Weg Richtung Neusiedlersee. Ins Ennstal muss ich nächstes Jahr unbedingt zurückkommen. Die MTB Dachsteinrunde steht fix am Plan, genauso wie der Aufstieg auf den höchsten freistehenden Berg der Alpen den Grimming.

Übrigens was die Musik betrifft. Forscher aus aller Welt sind sich einig: Musik beim Sport wirkt sich nachweislich auf die körperliche Leistungsfähigkeit aus. Im Zuge einer Studie im “Journal of Strength and Conditioning Research” ließen brasilianische Forscher fünfzehn Läufer einen 5-Kilometer-Lauf jeweils mit und ohne Musik absolvieren. Dabei liefen die Teilnehmer die Strecke: ohne Musik in durchschnittlich 27:20 Minuten und mit Musik in durchschnittlich 26:45 Minuten.
Studien in Kanada und London führten zu ähnlichen Ergebnissen, jedoch mit einer erstaunlichen Beobachtung. Musik hat keine messbare Auswirkung auf die Laktatbildung, die Sauerstoffzufuhr oder die Herzfrequenz während des Sports. Trotzdem konnten durch das Hören von Musik andere körperliche Veränderungen festgestellt werden, die eine Leistungssteigerung beim Training erklären. Mit vertrauten Melodien oder Stimmen, einem bestimmten Klang oder Text assoziieren wir spezielle Situation aus der Vergangenheit, eine Person oder ein Gefühl. Beim Hören werden die Assoziationen hervorgerufen und eine entsprechende Emotion ausgelöst. Diese Emotion bewirkt eine individuelle Veränderung des körperlichen Zustands. Die veränderten körperlichen Auswirkungen können sein: Die Hautatmung auf der Körperoberfläche nimmt zu, die Hauttemperatur und die Hautfeuchtigkeit verändern sich. Die gesamte Körperhaltung verändert sich während des Musikhörens. Der Muskeltonus – der Spannungszustand der Muskulatur – wird je nach Musik verstärkt oder gelockert. Bei der Wirkung von Musik beim Sport handelt es sich demnach um einen psychologischen Effekt, an den nachweislich eine Reaktion des neurovegetativen Systems auf die Klangreize gekoppelt ist. Das neurovegetative System steuert Körperprozesse, die nicht durch den Willen ausgeführt werden, sondern durch das unwillkürliche Nervensystem bestimmt werden, wie beispielsweise die Hautatmung. Dieser psychosomatische Effekt von Musik kann für die Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit genutzt werden. Studien, sowohl mit Marathonläufern als auch mit Laufanfängern, zeigen, dass Musik die Leistung beim Sport um bis zu 15 Prozent steigern kann. 15 Prozent … kann ich brauchen, denn die Wettervorhersage für morgen ist ziemlich bescheiden. Aber so what: Nationalpark Gesäuse ich komme!

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