Fly und relax

Ich war ein ziemlich schräges Kind. Ich wollte als Trapezkünstlerin zum Zirkus und hab oft im Kopfstand ferngesehen. Tja, beim Yoga kann ich alles ausleben. Jetzt habe ich endlich Areal Yoga ausprobiert und war plötzlich wieder 8 Jahre alt 😉

9 Uhr morgens. Die Kulisse hier auf der Dachterasse im IbizaME, wo ich für das Yogamagazin auf ORF SPORT PLUS drehe, ist unbeschreiblich schön. Yogalehrerin Sonia bringt gerade die Tücher an. Ich bin gespannt. Sie stellt die Höhe ein, erklärt ganz kurz die Benefits und los geht es. Loslassen und Kraft aufbauen in einem Workout, das ist das Geheimnis von Anti Gravity Yoga, bei und vor allem als Areal Yoga bekannt. Beim Antigravity Yoga spielt ein unter der Decke aufgehängtes, sechs Quadratmeter großes Tuch eine zentrale Rolle. Darin kann ich mich einkuscheln, ausstrecken, einzelne Körperteile stützen, dehnen oder belasten und vor allem meine Wirbelsäule aushängen lassen. Kopfüber zu hängen und völlig loszulassen, ist sicher für viele eine Challenge. Da ich aber im Alter von 8 bis 12 stundenlang auf meinem Trapez im Wohnzimmer (Mein Papa hat eines aufgehängt.) so rumgebastelt bin, fühle ich mich frei und kichere vor mich hin. Die Mischung aus Kontrolle abgeben und Geborgenheit, die dieses Tuch vermittelt ist einmalig. Die Möglichkeiten der Positionen ist vielfältig. Je nachdem wie das Tuch gehalten wird, kann man mit einem Bein, einem Arm, dem Bauch, dem Rücken oder dem ganzen Körper darin liegen und sich von dort aus in Taube, Skorpion, Handstand oder andere Yogahaltungen drehen. Ein Gefühl von Schwerelosigkeit stellt sich ein und man fühlt sich leicht wie eine Feder. Ich pendle, schwebe, dehne und genieße. Die Klasse fühlt sich an wie eine Rückkehr in Mamas Bauch. Plus Muskelaufbau. Es gibt Übungen, bei denen ein Fuß am Boden ist. Asanas, bei denen das Tuch dich dreht und Du dich einfach hingeben musst. Übungen, bei denen die Hände am Boden sind. Anders als beim normalen Yoga, das eher dem Prinzip des Bodyweight Training folgt, gibt das Tuch beim Aerial Yoga auch immer Halt. Man muss es nur annehmen. Die Endentspannung, eingehüllt wie in einem Kokon, ist unglaublich. Am liebsten würde ich so liegenbleiben und noch ein Stündchen schlafen. Wunderbar. Ich mag nochmal … und immer noch ein kleines bisschen zum Zirkus.

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