Happy Blog-day

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich diesen Blog gestartet, um mich selbst zu motivieren, etwas in meinem Leben zu ändern. Mich nämlich. Weil mich mein Umgang mit mir selbst krank gemacht hat. Ja, man könnte den Ausbruch einer Auto-Immunkrankheit auf andere Umstände schieben, Stress usw.. Aber wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist, weiss man genau, warum die meisten Krankheiten ausbrechen. Weil man nicht gut genug auf sich aufpasst. Ich habe versucht, das im letzten Jahr zu ändern und habe Erstaunliches erlebt.

Am Anfang stand die Ernährungsumstellung nach TCM – kein Weizen, keine Milchprodukte, kein raffinierter Zucker. Ich habe auch gleich Fleisch weggelassen und lebe mittlerweile zu 95 Prozent vegan. Ist mir das schwer gefallen. Zuerst nein. Da war ich voller Tatendrang und der Leidensdruck durch Lichen Ruber war groß genug, um mich strikt an meinen Ernährungsplan zu halten. Aber meine Kids lieben Süssigkeiten. Da gibt es auch mal Kekse, Schokolade oder Eis zu Hause und nicht immer bin ich motiviert Veganes zu backen oder einfach eine Dattel zu essen. Und ich bin auch viel unterwegs. Man denke nur an „Sandra radelt“ im Sommer. Da bist du plötzlich in einem Hotel im Nirgendwo, da gibt es keine Hafermilch. Und wenn dann die Haut eh wieder richtig gut ausschaut … zieh ich es trotzdem durch. Pflanzliche Ernährung tut einfach gut und die Lust auf anderes verschwindet mehr und mehr und wenn es wirklich mal was aus der Naschlade sein muss. Das ist das eben so. Dann gibt mir mein Körper ein Zeichen. Zucker heisst z.B. übersetzt „Ich bin müde“. Das ist überhaupt etwas, das ich im letzten Jahr gelernt habe. Viel mehr auf meinen Körper zu hören. Essen, wenn ich hungrig bin und auch was Sport betrifft, mal eine Pause einzulegen. Ich bin ein richtiger Duracell-Hase, immer in Bewegung. Ich mache nicht Yoga, sondern eine 30 Tage Challenge daraus. Ich gehe nicht ab und zu radeln, ich radle vom Boden- zum Neusiedlersee und mache nebenher eine Radiosendung. Meine Schwägerin und Freundin Klara hat unlängst gemeint, wenn man meine Geschichten so liest, glaubt man manchmal ich sei ein Übermensch, der einfach alles schafft. Das ist natürlich ganz und gar nicht so. Klar, bin ich ein Sturschädel, der sich Ziele setzt und sie dann meistens durchsetzt. Aber natürlich bin ich auch manchmal müde und unmotiviert, aber dann suche ich mir etwas das mir Freude bereitet. Ich verabrede mich zum Yoga oder zum Biken. Ich gehe mit den Kids schwimmen oder zelebriere mit ihnen einen Kinonachmittag mit Popcorn und allem was dazu gehört. Bewusst Pausen einzulegen, ist etwas was ich mir echt erst beibringen musste. Ganz zu Beginn hat meine TCM-Ärztin empfohlen mich mindestens 2 mal wöchentlich für eine Stunde in die Badewanne zu legen. Das mach ich immer noch. Und ich habe auch ganz sanftes Yoga und Meditation für mich entdeckt. Das Yogaspiritcircle Retreat im Mai war eine richtig gute Schule für mich. Da wurde vor der 1. Yoga-Einheit bis 11 Uhr nicht gesprochen. Mein Job gesteht aus Non Stop Reden bis 11 Uhr. Das war tatsächlich eine krasse Erfahrung. Vor einem Jahr hat man mir angekündigt: Eh toll, dein Blog, aber nach ein paar Monaten wird dir die Lust daran vergehen und die Themen werden dir ausgehen. Unsinn, ich zieh mir ja keine Stories aus den Fingern. Ich schreibe über mein tägliches Leben. Natürlich lasse ich die faden Tage aus. Wobei, nein fade Tage gibt es eigentlich gar nicht. Sehr erfüllte eher und da geht sich schreiben einfach nicht aus. Hätte man mir vor einem Jahr gesagt, dass ich eine Yoga-Ausbildung durchziehen, quer durch Österreich radle und dann auch noch regelmässig Yoga zu unterrichten beginne. Ich hätte demjenigen einen Vogel gezeigt. Aber jetzt ist alles anders und es ist bereichernd und gut. Und es tun sich immer wieder neue Beschäftigungsfelder auf. Ab Dezember bin ich im Yoga-Magazin auf orf sport plus zu sehen. Im Jänner unterrichte ich bei einem Skitouren und Yoga Camp. (Es gibt nach Plätze!) Spannend, Skitouren bin ich noch nie gegangen. Und das sind nur 2 der Ideen und Projekte, die ich für’s nächste Jahr habe. Zwischen 15.000 und 20.000 Leute lesen diesen Blog jeden Monat und begleiten mich auf meine Reise. Wow, vielen vielen Dank. Ich verspreche euch, auch in den nächsten 365 Tagen wird euch nicht langweilig werden. Denn 365 Tage sind 365 Möglichkeiten was neues auszuprobieren am Herd, auf der Yogamatte oder Outdoor. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir treu bleibt und genauso viel Freude am Lesen wie ich am Schreiben habt. DANKE

2 Gedanken zu „Happy Blog-day

  1. Ich bin seit zwei Monaten ein Fan von Deinen Blogs und inspiriert mich auch in meinem Leben einiges zu ändern. Auch die Rezepte sind einfach genial: schmecken gut und sind schnell gekocht. Vielen Dank dafür!

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