Intermittierendes Essen

Was ist und kann dieses Ernährungskonzept der Spitzensportler. 8 Stunden essen – 16 Stunden fasten. Klingt lang, aber hey 8 Stunden verschläft man ja. Erst zu essen, wenn man hungrig ist, ist etwas was man über die Jahre verlernt. Man isst morgens, mittags und abends. Das ist nun mal so. Aber was wenn mein Körper seine eigenen Vorstellungen hat, wann er Nahrung braucht. Macht mal das Experiment, einfach mal abzuwarten, bis ihr hungrig werdet. Und lasst Essen aus, wenn ihr nicht hungrig seid. Bei mir ergibt sich ganz intuitiv eine 16 Stunden Pause. Ich bin nämlich immer erst mittags hungrig und esse spätestens um 20 Uhr das letzte Mal.

Und für das was mir gut tut, gibt es einen Namen: intermittierendes Essen. Dieses Ernährungskonzept kommt ursprünglich aus den USA, erfreut sich vor allem im Hochleistungssport großer Beliebtheit. Worum geht es: Man fastet 16 Stunden und nimmt Nahrung nur in einem Zeitfenster von acht Stunden Nahrung zu sich. Ich lasse meist das Frühstück aus und esse zwischen 12 und 20 Uhr. Was bringt das? Wer über einen Zeitraum von ein paar Stunden keine Nahrung zu sich nimmt, bringt den Körper dazu Energie aus anderen Quellen als dem Magen zu gewinnen. Dieser Umstand kann das Zellwachstum bzw. die Zellerneuerung positiv beeinflussen. Die Körperzellen verwenden ihr eigenes, bereits umgesetztes Eiweiß zur Energiegewinnung. Wenn man also für einen kurzen Zeitraum fastet und dann wieder mit der Nahrungsaufnahme beginnt, ersetzt die Zelle sofort das alte Zellmaterial durch neues. Studien besagen, dass man durch diesen Prozess Krankheiten und dem Altern vorbeugen kann. Man verbessert seine Konzentration, ist weniger müde und auch die Immunabwehr verbessert sich. Eine Studie der Universität Utah zeigt, dass für Menschen, die nur einen Tag im Monat fasten, ein um 40% geringeres Risiko besteht, unter verstopften bzw. verkalkten Arterien zu leiden. Studien zeigen auch einen positiven Effekt auf das Verhältnis von LDL und HDL, das im Hinblick auf einen gesunden Cholesterinspiegel ausschlaggebend ist. Das schlechte Cholesterin (LDL) wird reduziert, während das gute Cholesterin (HDL) erhöht wird. Außerdem wird der Blutdruck positiv beeinflusst und die Entgiftungsprozesse im Körper werden stimuliert. Und zu guter Letzt: Da man in seinem „Essensfenster“ so viel essen darf wie man möchte, muss man sich wenn man mit Freunden essen geht nicht einschränken. Das Konzept lässt sich also einfach in den Alltag integrieren. Ein weiterer Grund dafür, warum intermittierendes Fasten so effektiv ist, ist die verbesserte Nährstoffversorgung. Der Körper kann sich nach der letzten Mahlzeit völlig auf die Nährstoffversorgung und den Verdauungsprozess der Nahrung konzentrieren. Die Aufnahme großer Mengen an Nahrung versorgt den Körper auch noch acht Stunden nach der Nahrungsaufnahme. Der Effekt der Wechselwirkung zwischen Fastenphase und Essensphase hat noch eine Menge andere Vorteile im Hinblick auf Gesundheit und das Abnehmen. So löst das intermittierende Essen eine Reihe von Prozessen im Körper aus, die die Gesundheit und die Fettverbrennung direkt oder indirekt positiv beeinflussen können. Diese Prozesse führen zu einer verbesserten körperlichen Verfassung und einem günstigeren Verhältnis von Muskel- und Fettmasse. Also ich bleib dabei. Nein, danke kein Croissant für mich während des Ö3 Weckers 😉

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