Yoga gegen Schnupfen

Ich bin verkühlt. Erst war die Stimme weg, dann die Nase zu und momentan röchle ich vor mich hin. Ich trinke Tee, Tee und noch mehr Tee, aber ich habe kein Fieber, also versuche ich mein Immunsystem mit Yoga zu stärken. Vielleicht bekomme ich die Erkältung ja so weg.

Prinzipiell unterstützt unseren Körper ja alles bei der Genesung, was das Lymphsystem stärkt, durch das unsere weißen Blutkörperchen umherschwirren. Yoga-Übungen, wie der herabschauende Hund, die stehende Vorbeuge und alle weiteren Yoga-Posen, wo das Herz über dem Kopf ist, fördern die Blutzirkulation im Körper und schicken somit neuen Sauerstoff ins Gehirn, das dann wiederum neue Energie für das Abwehrsystem sammeln kann. Sanfte Yoga Übungen zur Brustöffnung wie die Kobra, der Fisch oder die Schulterbrücke regen die Durchblutung an und entspannen die Atemmuskeln. Der Brustkorb wird geöffnet und man kann besser atmen. Ausserdem werden beim Yoga wichtige Hormone ausgeschüttet. Zusätzlich zum Bewegungsfaktor kommt also auch der Entspannungsfaktor. Denn: Wenn der Kopf gestresst ist, schüttet der Körper Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus und die fahren das Immunsystem herunter. Yoga aber bremst den Stress aus und unser Immunsystem hat die Kraft, Viren zu bekämpfen. Also lüfte ich durch und rolle die Yoga-Matte aus.

1. Position des Kindes

Los geht es in der Position des Kindes. Fersensitz, Stirn auf die Matte. Diese Übung ist sehr entspannend, senkt den Blutdruck, reduziert Müdigkeit und gibt neue Kraft.

2. Herabschauender Hund

Aus der Position des Kindes schiebe ich mich von unten in den herabschauenden Hund. Diese Asana dehnt sanft die Waden und Oberschenkel, stärkt die Hände und Arme und bringt frisches Blut in den Kopf. Meine Nase wird plötzlich frei, das tut gut.

3. Grätsche

Nach 4 Sonnengrüssen lande ich wieder im Hund, setzte mich nach hinten und über einen „funky move“ (Beine überkreuz und nach vor) bin ich in der Grätsche. Ich setze mich so aufrecht wie möglich hin. Anschließend ziehe ich die die Arme nach oben, komme dann behutsam in eine Vorbeuge und lege die Hände auf dem Boden ab. Diese Übung mobilisiert das Lymphsystem in den Leisten und kann so Krankheitserreger schneller beseitigen.

4. Schulterbrücke

Danach schließe ich die Beine, lege mich auf den Rücken und stelle die Füße für die Schulterbrücke auf. Die Fersen bringe ich Richtung Gesäß. Meine Fingerspitzen berühren die Fersen. Danach atme ich ein und mit der Ausatmung ziehe ich das Becken und das Gesäß nach oben. Diese Übung öffnet das Herz, erhöht den Blutkreislauf und bringt viel Energie in den Körper. Die Schulterbrücke ist auch eine wunderbare Übung für den unteren Rücken.

5. Endentspannung

Dann lege ich mich am Boden ab, ziehe die Knie noch kurz zu mir, spanne alle Muskeln an, um sie dann loszulassen. Die Füsse sinken auseinander, die Handflächen schauen nach oben, ich schiebe die Schulterblätter nochmal zusammen. Ich schließe meine Augen … Savasana … vielleicht bis morgen früh um 4!

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