Müde? Ihr auch?

Pfoah, momentan in die Gänge zu kommen ist eine echte Herausforderung. Normalerweise sitze ich Mitte März auf meinem Bike und beobachte den Bärlauch beim Wachsen im Wienerwald. Jede Menge frische Luft, alles wird grün, die Natur erwacht wieder. Aber heuer??? Es ist kalt und heute nacht hat es schon wieder geschneit. Die Motivation raus zu gehen passt sich dem Thermometer an. -4. Liegt es am Wetter oder an der sagenumwobenen Frühjahrsmüdigkeit?

Gerade habe ich in woman 6 Tipps gelesen, was ich tun könnte. „1. Zum Frühstück ein Schnittlauchbrot. Frischer Schnittlauch enthält besonders viel Eisen. Eisen kurbelt die Stoffwechselvorgänge an, sorgt für den Sauerstofftransport und die Bildung von Blut. 2. Kleinere Mahlzeiten entlasten den Organismus. Der Verdauungsprozess nach einer größeren Mahlzeit belastet deinen Kreislauf zusätzlich. 3. Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an. Körperliche Bewegung kurbelt die Produktion von Endorphinen, den Glückshormonen, an. 4. Wechselduschen wecken auf. kaltes Wasser, zieht es diese wieder zusammen. So zirkuliert das Blut schneller, was uns fit macht. 5. Trink mehr Wasser als sonst. Wenn du zu wenig trinkst, leidet deine Konzentration, du bekommst Kopfschmerzen und die Frühjahrsmüdigkeit schlägt noch schlimmer als ohnedies zu. 6. Stell dich ans Fenster und atme tief ein.“ Bevor ich mich jetzt mit einem Bund Schnittlauch und einem Glas Wasser ans Fenster stelle, interessiert mich aber doch, ob es die Frühjahrsmüdigkeit wirklich gibt oder nur ein Mythos ist. Was sagt die Wissenschaft. Ich hab mich durch zahlreiche Studien und Artikel gekämpft und. Tataaaaaa: Sie ist keine Einbildung oder Ausrede mal auf der Couch rumzuhängen. Die Frühjahrsmüdigkeit kommt nur in Breiten vor, in denen man im Sommer abends noch in der Sonne sitzen kann, und im dunklen Winter vor dem Ofen kauert. In Ländern also, in denen sich Temperatur und Lichtverhältnisse mit den Jahreszeiten merklich ändern. In Mitteleuropa erleben geschätzte 50 bis 70 Prozent der Menschen den saisonalen Umschwung im Frühjahr als einen körperlichen Kraftakt. Wir fühlen uns schlapp, gereizt, lustlos und können uns auf nichts konzentrieren. Außerdem sind Wetterfühligkeit, Abgeschlagenheit, Schwindel und Kreislaufschwäche häufig, besonders bei Frauen und älteren Menschen. Woher das kommt? Wie die Tiere sind auch wir Menschen Meister der Anpassung. Wir regulieren unseren Stoffwechsel und Hormonhaushalt entsprechend den äußeren Bedingungen, wie zum Beispiel Licht und Temperatur. Ist es kalt und dunkel, schützt sich der Körper, indem er seine Körpertemperatur um ein paar Zehntel Grad Celsius senkt, den Blutdruck erhöht und mehr von dem Schlafhormon Melatonin bildet. Das dauert allerdings seine Zeit, und kaum haben wir uns auf die winterliche Härte eingestellt, bricht der Frühling über uns herein. Die Sonne scheint wieder kräftiger und länger und wirft Stoffwechsel- und Hormonhaushalt erneut durcheinander: Die Körpertemperatur steigt, die Blutgefäße weiten sich und der Blutdruck sinkt. Aber erst allmählich drosselt die wachsende UV-Strahlung auch die Produktion des Melatonins, um stattdessen die Herstellung des Glückshormons Serotonin anzuregen. Die Folge: Der Kreislauf kommt nicht recht auf Touren, das Melatonin polt uns weiterhin auf Dunkelheit. Soweit die Wissenschaft. Aber jammern hilft nicht. Ich rolle jetzt meine Yogamatte aus und nächste Woche geht es noch mal zum Snowboarden ins Zillertal. Man muss das Wetter und die Jahreszeiten nehmen wie sie sind. Egal ob noch im Winterschlaf oder schon von Frühjahrsmüdigkeit befallen. Heuer dauert die Umstellung zwischen Winter und Frühling einfach besonders lang und wie man es auch dreht und wendet, raus gehen ist das beste Mittel sich einfach besser zu fühlen!

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