Radel dich happy

Wie schaffst du Job, Kids, Sport, Yoga? Woher nimmst du deine Energie? Bist du nicht auch mal müde? Diese Fragen werden mir immer wieder gestellt und meine Antwort: Ich nehme mir Zeit, versuche jeden Moment bewusst zu genießen und ziehe meine Energie aus dem Job, den ich liebe, meiner Familie, entspanne und baue Kraft auf beim Yoga und radle mich glücklich. Ja, aber dafür habe ich keine Zeit, denkt ihr vielleicht an dieser Stelle. Ich auch nicht, aber ich nehme sie mir trotzdem. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Umsteigen auf das Fahrrad auf kurzen Strecken oder auch am Weg in die Arbeit.

Rund 5,8 Millionen Fahrten machen die Österreicher täglich zur Arbeit und wieder nach Hause. Nur 390.000 der Fahrten am Arbeitsweg werden mit dem Fahrrad bestritten. Ja, die Infrastruktur lässt zu wünschen übrig und wir wohnen „im Land der Berge“, aber es gibt so viele gute Gründe so oft wie möglich auf das Rad umzusteigen. Gesundheit, Geld, Umwelt. Letzten Sommer bin ich für Ö3 800 km und 12500 Höhenmeter vom Bodensee zum Neusiedlersee geradelt und auch das stimmt wirklich: Radfahren macht glücklich. Probiert es doch nächste Woche mal am Weg in die Arbeit selbst aus. Die Bewegung an der frischen Luft, der Fahrtwind, die Ruhe bevor der Stress des Tages losgeht. Noch dazu hat man sein „Workout“ gleich in einem Aufwasch erledigt, Radfahren spart Benzinkosten und der Umwelt tut man auch was Gutes. Selbst unsere Regierung hat den „Ausbau des Radverkehrs“ auf der Agenda: Der Anteil der Radfahrer soll laut Klima- und Energiestrategie bis 2025 auf 13 Prozent angehoben werden. Derzeit stagniert er bei etwa 6,5 Prozent. Das sollten wir tatsächlich gemeinsam ändern. Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt ist im Durchschnitt 1,3 Tage weniger krank im Jahr und schmälert das Risiko eines frühzeitigen Todes um bis zu 40 Prozent. Konkret haben Radfahrer verglichen mit inaktiven Pendlern ein um bis zu 45 Prozent niedrigeres Krebsrisiko und ein um bis zu 46 Prozent geringeres Risiko, an einer Herzkrankheit zu leiden. Den Arbeitsweg per Fahrrad zurückzulegen ist eine ideale Möglichkeit, um tägliche Bewegung in den Alltag zu integrieren. So wird die WHO-Empfehlung von 30 Minuten moderater Bewegung als tägliches Mindestmaß (an fünf Tagen die Woche) allein durch den Arbeitsweg erfüllt. Finnische Forscher haben ausgerechnet, dass jeder Radfahrer, der sich pro Tag 30 Minuten abstrampelt, dem Gesundheitssystem pro Jahr rund 1200 Euro erspart. Würde man die an die Biker weiter geben, wäre das sicher ein Anreiz für mehr Leute umzusteigen!

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