Mach mal Pause!

Wer pausiert, verliert, heißt es doch, aber das ist: Falsch! Ohne Erholung keine Bestzeit, ohne Pausen keine Leistung. Sport als Ausgleich zu Arbeit und Alltag gehört bei mir einfach dazu. Um meine letzten beiden Wochen in Zahlen zu fassen: 10 mal den Ö3 Wecker moderiert, 1 mal Ö3 Dabei, Dreharbeiten fürs Yogamagazin in Bad Gastein, Lifeball kommentiert auf orf 1 plus Vorbereitungsbesprechungen und Proben, 11 Yogastunden unterrichtet, 5 Mountainbiketouren … und dann auch noch das tägliche „Workout“ in Haus und Garten. Unter Umständen bin ich etwas müde. Auch das Glückskeks nach dem Sushi-Essen meint, ich brauche eine Pause 😉

Und so eine sportliche Pause bringt es. Denn für jeden Trainings- oder Lernreiz gilt, nur in Verbindung mit Erholungspausen wird man schneller, kräftiger, ausdauernder. Wer seinen Körper fordert, fügt ihm Mikrotraumen in Muskeln, Sehnen und Bändern zu und die heilen am besten in Ruhe. Wer seinem Körper diese Ruhe verwehrt, drillt sich durch Übertraining in den Keller. Schmerzen und Verletzungen sind die Folge. Fitness braucht Zeit und man sollte gut schlafen. (Was in Weckerwochen eine echte Challenge ist!) Schlafforscher behaupten, Schlaf stärkt die Muskelkraft, verbessert unsere Reaktionsschnelligkeit und optimiert unsere Bewegungsabläufe. Außerdem verbessert Schlafen unsere Gesundheit ganz allgemein. Es ist ein Fakt: Wir verbrauchen im Schlaf genauso viel Energie wie im Wachzustand. Der Körper macht gewissermaßen die Schotten dicht und nimmt sich Zeit für Aufräum- und Reparaturarbeiten. Und die sollte man ihm auch geben. Sonst ist das Haus irgendwann kaputt. Auch spannend: Der Marathon-Experte Jeff Galloway hat einen eigenwilligen Tipp, wie Freizeitläufer ihre Bestzeit verbessern. Er empfiehlt den Hobbyathleten aller Leistungsniveaus regelmäßige Gehpausen bei langen Läufen, um die Erschöpfung der Muskeln hinauszuzögern. Einem Duracell-Hasen wie mir fällt es schwer Pause zu machen. Um ehrlich zu sein bin ich ständig auf Sendung. Online. Auf mehreren Kanälen. Ich hab immer Listen abzuarbeiten, schreibe an meinen Blog, plane Sportdates und Yogastunden, Radtouren mit Freunden oder meinen Kids, Stand Up Paddeln steht auch wieder an und Laufen gehen, dazu die permanenten Reize auf Instagram, Facebook, meine Lieblingsserie auf Netflix. Letztens habe ich Yin Yoga gemacht und mir ein Match von Dominic Thiem auf orf sport plus angeschaut. Multitasking bis zum geht nicht mehr. Aber dieses Informationsdauerfeuer, erhöht nun mal den körpereigenen Stresspegel. Der Kortisolspiegel macht krank, wenn er nicht im Gleichgewicht ist. Und gerade wenn ich viel Arbeit habe, dreht sich das Rad schneller und schneller und schneller …

Also, was tun?

Nichts tun, lassen. Hinsetzen. Durchatmen. Gedanken kommen und gehen lassen. Also liege ich jetzt in der Wiese im Garten und schaue den Wolken zu, höre die Grillen zirpen und die Vögel zwitschern. Mal schauen, wie lange ich die Stille aushalte … vielleicht ja das ganze Wochenende, das erste freie seit … kann mich nicht erinnern …

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