DU bist SUPER đź‘Ť

Ein sehr lieber Mensch hat mir vor einiger Zeit gestanden: „Yoga machen kann ich nicht. Da stehe ich eine Stunde lang auf einer Matte und sehe alle rund um mich herum, die so beweglich sind und dann schau ich mich an und ich kann nichts. Da gehe ich lieber laufen, da kann ich vor mir selbst davonlaufen.“ Wow, was fĂĽr eine Selbsterkenntnis … und wie schade!

Ja, Yoga zu praktizieren heisst, man muss sich mit sich selbst auseinander setzen. Egal wie oft der Lehrer sagt: „Jeder Körper ist anders. Bei Yoga geht es darum nicht zu beurteilen und zu vergleichen.“ Wir tun es trotzdem, weil es uns eingetrichtert wurde von klein an. Im Kindergarten wird das schönste Bild aufgehängt, in der Schule geht es mehr um gute Noten als um die Freude am Lernen und spätestens ab dem Teeniealter wird um Likes im Freundeskreis und in den sozialen Netzwerken gekämpft. Was wir dabei verlernen ist, uns selbst zu nehmen wie wir sind. Mit all unseren Schwächen … perfectly imperpect. Wenn du dich regelmässig auf die Yogamatte stellst, verändert sich die Einstellung zu dir selbst und in weiterer Folge auch der Umgang mit dir selbst und deinem Umfeld. Es hilft nämlich nichts. Du bist, wer du bist. Und wenn man da alleine auf seiner Matte steht und versucht seinen Geist zu beruhigen und so elegant wie möglich durch verschiedene Asanas (Yogapositionen) zu flieĂźen, dann gelingt das mal besser und mal schlechter. Irgendwann kommst du an den Punkt, an dem du nicht mehr denkst und nur noch machst. Und du beginnst die Bewegungungen zu genieĂźen und entdeckst die Yogamatte als eine Spielwiese fĂĽr dich selbst. Du wirst konzentrierter und fokussierter und aufmerksamer was deinen eigenen Körper betrifft. Und dann kommt der Hammer: Du nimmst dich an, so wie du bist. Du bist nämlich eigentlich ziemlich super. Was heisst eigentlich. Du bist super. Plötzlich gelingen dir schwierige Balancen und du ĂĽberschreitest deine Grenzen fast mĂĽhelos. Mit diesem GefĂĽhl verlässt du die Yogastunde und beginnst auch alles andere anzunehmen, so wie es ist. Oft laufen wir Träumen oder fixen Ideen verzweifelt nach und verpassen dabei das Leben im Hier und Jetzt. In dem Moment in dem wir annehmen, was ist und wir jetzt gerade sowieso nicht ändern können, eröffnen sich plötzlich so viele Möglichkeiten. Und der Himmel ist blauer und die Wiese grĂĽner und die Regentropfen, die heute aufs Fenster schlagen, spielen dir eine Melodie … und du atmest ein und aus und inhalierst das Leben.

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