FU Grippe, ich mach Yoga

Yoga tut vor allem in Grippezeiten so gut, denn Yoga stärkt das Immunsystem. Vor allem Umkehrhaltungen stärken die Abwehrkräfte am intensivsten. Sie regen die Lymphknoten an, die maßgeblich an der Abwehr von Krankheitserregern beteiligt sind. Gleichzeitig wird dabei das Herz-Kreislaufsystem entlastet. Was sind Umkehrhaltungen: Ganz einfach, alle Positionen, in denen der Kopf unten und die Beine oben sind. Die Kerze und der Pflug, Kopfstand, Handstand, aber auch der herabschauende Hund oder der Delfin. Ich liebe es ja, Kopfstand in meinem Kopfstandhocker zu üben. (Nein, das da am Bild ist kein Gebärstuhl und auch kein Hämorrhoidenstuhl!) Kopf rein, Hüfte anheben, Beine ausstrecken. Fertig! Schon nach den paar Übungen verschwinden Kopfschmerzen, Nacken- und Schulterverspannungen sind kaum noch zu spüren. Und ja, auch wenn es sich seltsam anhört, auch das gemeine Nachmittagstief wird vom Yogahocker verscheucht. Vielleicht muss unser Gehirn einmal täglich durchgeschüttelt und kopfüber gestellt werden, um sich neu zu formatieren und motivieren? Und das Beste: Grippe und Erkältungen haben keine Chance. Falls ihr jetzt keinen Kopfstandhocker zuhause habt und euch ein Kopfstand sowieso zu wild ist, probiert Viparita Karani an der Wand zu Deutsch „der umgekehrte See“ oder „The Fountain of youth“

Wie geht’s: Man legt sich auf den Rücken mit dem Gesäß so nah wie möglich an einer Wand – und dann die Beine an der Wand entlang nach oben ausstrecken, die Beine können Hüftweit aber auch Schulterweit geöffnet sein, so wie es sich angenehmen anfühlt, auch leicht gebeugte Beine sind o.k. Wer schon etwas Yoga-Geübt ist, kann die gleiche Übung mit einer Beckenunterlagerung machen, damit erreicht man eine passive Weitung des Brutraums, Dehnung des vorderen Schulterbereichs und verbesserte Sauerstoffzufuhr. Dazu einen Yoga-Bolster, zwei gefaltete Decken, einen Yoga-Block (alternativ geht auch ein dickes Kissen, Badehandtücher, Buch) quer mit ca. 10 cm Abstand vor einer Wand hinlegen. Sich seitlich mit dem Gesäß zur Wand auf die Erhöhung setzen, die untere Schulter auf dem Boden, mit der unteren Hand abstützen und ohne Schwung die Beine an die Wand heben und den Oberkörper so mit drehen bis man auf dem Rücken liegt und die Fersen an der Wand. Eine Schulter nach der anderen etwas tiefer unter den Rücken nehmen, dadurch bewegen sich die Schulterblätter am Rücke etwas aufeinander zu, was das Brustbein anhebt und den Brustraum für eine tiefe und entspannte Atmung mit viel Prana (Energie) öffnet. Die Arme können seitlich oder über Kopf abgelegt werden. Man kann durchaus 5 – 10 Minuten in dieser Haltung bleiben.

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